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Präanalytik

Probeneinsendung

Unerlässliche Informationen bei Probeneinsendungen

Um einen raschen und reibungslosen Ablauf der Bearbeitung von Untersuchungsmaterial zu gewährleisten, benötigen wir einen vollständig ausgefüllten Überweisungsschein neben den korrekt und unverwechselbar beschrifteten Gefäßen.

Tumorgewebsproben

Für die neuropathologische Diagnostik bietet sich -besonders auch für externe Einsender- der (Post)-Versand der Tumorproben in Kunststoffgefäßen mit gepuffertem 10%-igen Formalin (4% Formaldehyd) an.

Das Gewebe wird anschließend bei uns sachgemäß eingeschnitten und für die folgende Diagnostik aufbereitet.

Entsprechende bereits gefüllte Gefäße können Sie zentral bei uns anfordern.

Für bestimmte molekularbiologische Zusatzuntersuchungen, z.B. die Untersuchung auf Allelverluste der chromosomalen Regionen 1p und 19q  ist die zusätzliche Übersendung von Patientenblut (5ml EDTA-Blut) notwendig.

Für die neuropathologische Schnellschnittdiagnostik ist eine Übersendung von nativem (unfixierten) Tumorgewebe notwendig. Außerdem ist es für spezielle molekularpathologische Fragestellungen unter Umständen sinnvoll, uns einen Teil des Tumorgewebes nativ sofort nach der operativen Entfernung zukommen zu lassen bzw. unfixiert vor Ort einzufrieren und auf Trockeneis an uns weiterzuleiten.

Wir können wir Ihnen ein breites Spektrum molekularbiologischer Untersuchungsmethoden anbieten, die zum einen zu einer verfeinerten Hirntumordiagnostik beitragen und zum anderen zusätzliche klinisch relevante Informationen zur individuellen Prognose und dem Ansprechen der betroffenen Patienten auf bestimmte Therapieformen liefern. Auch für ZNS-Metastasen halten wir die gängigen prädiktiven molekularpathologischen Untersuchungsverfahren vor.

Unsere Verfahren

  • Molekulare Einzelassays
  • NGS-Panels / Methylierungsarrays

Für weiterführende Informationen zur Einsendung, den benötigten Dokumenten und den Materialanforderungen (Patientenblut notwendig ja/nein) stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne jederzeit beratend zur Seite.


Molekularpathologische Diagnostik
Muskel-, Nerv- und Darmbiopsien

Muskel- und Nervbiopsien

Muskel- und Nervbiopsien ergänzen die Diagnostik neuromuskulärer Erkrankungen und können wichtige Hinweise zur differentialdiagnostischen Einordnung eines Krankheitsbildes sowie für die Auswahl geeigneter Therapieformen geben. 

Checkliste zum Versand von Muskel-/Nervbiopsien:

  1. Nach Möglichkeit telefonische Voranmeldung unter Tel. 0941/944-6400, um eine zügige Weiterverarbeitung in unserem Eingangslabor zu gewährleisten.
  2. Unverzüglicher Transport des Biopsiepräparates per Boten nativ in einem trockenen Versandgefäß. Kein NaCl (Gefrierartefakte!), keine Formalinfixation, kein Aufspannen der Biopsiepräparate (Quetschartefakte!).
  3. Ausgefüllter Einsendeschein mit ausführlichen klinischen Angaben (Erleichterung der differentialdiagnostischen Einordnung der neuropathologischen Befunde).

Darmbiopsien

Der neuropathologischen Untersuchung von Darmbiopsaten kommt in der Abklärung neuronaler Funktions- und Motilitätsstörungen des Gastrointestinaltraktes ein zentraler diagnostischer Stellenwert zu.

Wir empfehlen jedoch die Entnahme von mindestens drei Biopsaten, die uns nativ (unfixiert!) in je einem separaten Einsendegefäß mit entsprechender Beschriftung (z.B. I = 1 cm, II = 3 cm und III = 5 cm ab ano) übersandt werden. 

Auch hier wird um telefonische Voranmeldung gebeten!

Liquorzytologien sind in den verschiedensten differentialdiagnostischen Fragestellungen, sei es z.B. zur Abklärung einer möglichen liquorigen Tumorzellaussaat oder von entzündlichen Veränderungen, angezeigt. 

So können unter Zuhilfenahme von Immunhistochemie und molekularen Analysen sehr sensitive Erregernachweise erbracht werden.

Für die optimale neuropathologische Aufarbeitung ist die Übersendung von je nach Fragestellung 6-8 Objektträgern ungefärbter Cytospinpräparate erforderlich. Alternativ kann auch die Einsendung von nativem Liquor erfolgen (Transport bitte unmittelbar nach Entnahme per Boten, nicht auf dem Postweg). Für längere Transportwege kann eine 1:1-Verdünnung der Liquorprobe mit Alkohol (70%) einen besseren Zellerhalt gewährleisten.


Liquorzytologien